
1935 – Jan Walczak beginnt mit dem Holzhandel. Vier Jahre später durchkreuzt der Zweite Weltkrieg seine Pläne. Trotz der schwierigen kommunistischen Nachkriegszeit gründet sein Sohn Zdzisław später das familieneigene Sägewerk.
Ein Familienunternehmen mit 90 Jahren Tradition
Wir produzieren Premium-Eichendielen, Parkett und Mosaikparkett, die laut Parkettlegern eine Garantie für eine solide Bodenverlegung in Ihrem Zuhause darstellen. Jede Bestellung ist für uns ein individuelles Projekt.
Produktionsstätten in Polen
qualifizierte Mitarbeiter
Industriemaschinen
Unser Weg durch drei Generationen
Die Geschichte des Unternehmens WALCZAK ist eine Erzählung von der Leidenschaft für Holz, Mut in schwierigen Zeiten und dem konsequenten Aufbau eines Familienunternehmens.
Leidenschaft und Entschlossenheit
Unsere Faszination für Holz begann vor vielen Jahrzehnten, als Jan Walczak in Książ Wielkopolski mit Schnittholz zu handeln begann. Der junge Unternehmer mit Weitblick baute das Unternehmen von Grund auf auf und verband handwerkliche Tradition mit kaufmännischem Gespür.

Jan Walczak — Firmengründer
Jahre der Prüfung
Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurde Jan Walczak zur Polnischen Armee eingezogen und an die Südfront entsandt. Nach der Einkreisung von Lemberg begann die polnische Armee, sich nach Osten zurückzuziehen, und geriet in deutsche Gefangenschaft. Einige Zeit später wurden die Soldaten freigelassen und Jan kehrte nach Książ zurück. Das Unternehmen nahm kurzzeitig den Betrieb wieder auf, doch bereits 1941 vertrieben die deutschen Besatzer die polnischen Eigentümer. Mit Hilfe seines Onkels Wajnert floh Jan mit seiner Familie nach Dolsk und begann im Sägewerk der Familie Buliński zu arbeiten. Dort wurde auch Zdzisław Walczak, sein späterer Nachfolger, geboren.
Nachkriegswiederaufbau
Nach dem Krieg kehrte die ganze Familie nach Książ Wielkopolski zurück. Jan nahm den Betrieb wieder auf und konnte einen Teil der früheren Belegschaft erneut einstellen. Die kommunistischen Behörden diskriminierten Privatunternehmer jedoch zunehmend. Diese Maßnahmen gipfelten 1952 in der Einführung einer ruinösen Zusatzsteuer, des sogenannten „Domiar“. Erst 1956 wurde die Politik gegenüber der sogenannten „Privatinitiative“ gelockert.
Durchbruch — Bau des Sägewerks
Der Durchbruch kam, als Jan Walczak von Plänen erfuhr, in Książ ein vollwertiges Sägewerk zu eröffnen, und beschloss, der Konkurrenz zuvorzukommen. Jenseits der tschechischen Grenze gelang es ihm, die ersten Maschinen zu beschaffen — eine Gattersäge, eine Hobelmaschine und eine Nutmaschine. Anschließend begann er mit dem Bau der Sägewerkshalle. Die ganze Familie war an der Produktion beteiligt, darunter auch Jans Sohn Zdzisław, der an einer Fachschule sein Praktikum absolvierte und sich auf die Übernahme des Unternehmens vorbereitete.

Zdzisław Walczak — zweite Generation. Foto vom Fachschulpraktikum
Die neue Generation übernimmt
Zdzisław Walczak schloss sein Studium an der Fakultät für Holztechnologie der Landwirtschaftlichen Akademie in Poznań ab. Nach einem Jahr in der Oborniker Möbelfabrik kehrte er nach Książ zurück und übernahm zur Freude seines Vaters die Leitung des Sägewerks. Damit begann ein neues Kapitel — Zdzisław baute die Holzverarbeitung des Unternehmens erheblich aus.

Zdzisław Walczak (zweiter von links) bei einem Reitwettbewerb
Dem System zum Trotz
Der Kommunismus war eine seltsame Zeit, um ein Privatunternehmen zu führen — noch kurioser war es, Reitturniere zu veranstalten. Zdzisław Walczak akzeptierte jedoch die vom System auferlegten Einschränkungen nicht — er entwickelte das Unternehmen mit Leidenschaft und widmete sich nach Feierabend dem Reitsport.
Erweiterung und zweites Werk
Als das Grundstück in Książ nicht mehr ausreichte, kaufte Zdzisław ehemalige Gutshofgebäude in der Nähe der Stadt und begann dort mit dem Bau eines zweiten Werks. Gleichzeitig ließ er die Produktionsstätte in Książ umbauen und modernisieren. Es war eine Zeit harter körperlicher Arbeit und zukunftsweisender Investitionen.

Sägewerkshalle in Książ Wielkopolski
Eine visionäre Entscheidung
Der junge, aber bereits erfahrene Unternehmer erkannte früh die Folgen des politischen Umbruchs. Seiner Einschätzung nach musste der Übergang von der ineffizienten kommunistischen Planwirtschaft zur Marktwirtschaft zunächst zu einem Währungsverfall führen, bevor sich das System stabilisieren konnte. Um die Folgen der Inflation abzufedern, investierte er sämtliche Ersparnisse in Holz und bewahrte so das Kapital des Unternehmens. In den folgenden zwei Jahren wurde die Produktion aus diesen Vorräten gespeist und erwirtschaftete zugleich Mittel für weitere Investitionen im nun demokratischen Polen.

Arbeit an der Gattersäge im Werk Książ
Dritte Generation
Zdzisławs Sohn Marcin Walczak schloss sein Studium der Holztechnologie an der Naturwissenschaftlichen Universität Posen ab. Gemeinsam mit seinem Vater führte er weitere Innovationen ein und baute ein landesweites Vertriebsnetz für WALCZAK-Holzfußböden auf. In den vergangenen Jahren erweiterte das Unternehmen seine Produktionskapazitäten erheblich, modernisierte die Fertigungsprozesse und baute sein Sortiment aus. So festigte es seine Position sowohl in Polen als auch auf internationalen Märkten.

Dokumente, Diplome und Urkunden — Zeugnisse der Geschichte dreier Generationen
90 Jahre Innovation
Marcin Walczak ist bis heute Präsident des Unternehmens und vertritt die dritte Generation, die das Familienunternehmen weiterentwickelt. Persönliches Engagement der Eigentümer, eine gleichbleibend hohe Produktqualität und der respektvolle Umgang mit dem besonderen Naturmaterial Holz bilden weiterhin die Grundlage unseres Handelns. Der perfekte Boden verbindet die natürliche Schönheit des Holzes mit moderner Technologie. In 90 Jahren auf dem Markt haben wir zahlreiche eigene Lösungen für die Holzbearbeitung entwickelt, die durch Schutzurkunden des Polnischen Patentamtes bestätigt wurden. Unseren Wettbewerbsvorteil haben wir stets auf Innovation und höchste Produktqualität gegründet.
Zwei Werke, 100+ Mitarbeiter, 70 Maschinen
Vom Rohmaterial aus polnischen Wäldern bis zur fertigen Premium-Fußbodendiele — der gesamte Prozess findet in unseren Werken in Wielkopolska statt.

Lager für Holzrohstoffe

Manuelle Qualitätskontrolle

Moderne Produktionslinie

Produktionshalle des Werks

Auftragen der Oberflächenbehandlung

Zuschnitt der Stämme auf dem Primultini-Sägewerk
200+ Showrooms im In- und Ausland
In den letzten 20 Jahren hat Marcin Walczak ein starkes Partnernetzwerk aus sorgfältig ausgewählten Parkettlegern und Showrooms aufgebaut, in denen unsere Böden gesehen und angefasst werden können. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass jede WALCZAK-Diele den Kunden über Fachleute erreicht, die unser Produkt kennen und die volle natürliche Schönheit des Holzes zur Geltung bringen.

Präsentation der Kollektionen Classic, Vintage und Old Wood Edition

Partnerbesuch im Produktionswerk

Treffen mit unserem Vertriebsnetz

Gemeinsame Präsenz auf Branchenmessen

Musterpräsentationen für Partner